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Steinhauerstube - Das Dorfmuseum in Schmie
Das alte Rathaus von Schmie beherbergt die "Steinhauerstube"

Das alte Rathaus von Schmie
Die Geschichte der Schmieer Steinhauer ist in dem kleinen Museum „Steinhauerstube“ im Dachgeschoß des Schmieer Rathauses mit zahlreichen Exponaten, Bildern und Texten anschaulich dargestellt.
In dem mächtigen, reich verzierten Fachwerk- gebäude von 1568, das an der Hauptstraße direkt neben dem Gasthaus Ochsen und in der Nähe der Kirche steht, ist außer der „Steinhauerstube“ und einer Verwaltungsstelle auch die Weinkelter des Dorfs untergebracht.

Dorfbrunnen
Gegenüber dem Rathaus erinnert der beim Dorffest „1200 Jahre Schmiegau“ im September 1988 eingeweihte Dorfbrunnen mit seinem kunstvoll gestalteten Brunnenstock an das Steinhauerhandwerk in Schmie.
Der aus einem Arbeitskreis hervorgegangene Bürgerverein Schmie e.V. führte den denkmalgerechten Um-und Ausbau der musealen Räumlichkeiten mit großem ehrenamtlichem Engagement durch.
Zu den Aufgaben des Vereins gehören nicht nur das Sammeln, Konservieren und Darstellen von Zeugnissen zur Steingewinnung und -bearbeitung, sondern auch die Organisation des Museumsbetriebs, die Aufarbeitung der Ortsgeschichte und die Gestaltung des Orts- und Landschaftsbilds in und um Schmie.

Das Dorfmuseum in Schmie
Baumeister aus Schmie im Kloster Maulbronn

Maulbronner Mönche beim Kirchenbau auf der Stiftungstafel von 1450. In der Bildmitte arbeitet ein Mönch als Steinhauer mit dem Zweispitz. Rechts daneben ist ein Steinhauer mit Winkel und Zirkel dargestellt. Vor ihm liegen Zweispitz und Spitzer (Krönel). Ein anderer Mönch mischt den Mörtel. Hinten links steht ein Lastkran mit Tretrad und Steinzange (Repro: © Landesmedienzentrum BW)
Giebelseite des Schrägbaus im Kloster Maulbronn, den der Baumeister Conrad von Schmie errichtete. Die Spuren Conrads von Schmie lassen sich noch weiter verfolgen: Er ist wohl identisch mit „Conrat v. Mulbrunn“, der in den Rechnungen der am Konstanzer Münster tätigen Bauhütte („Münsterfabrik“) 1506 und 1513 als Steinmetz und Versetzer genannt wird.
Der erste aus Schmie stammende und zugleich bedeutendste Steinhauer war Conrad von Schmie. Seine Spuren hat er im nahegelegenen Zisterzienserkloster „Steinhauerstube“ Maulbronn zwischen 1493 und 1517 hinterlassen.
Sein Handwerk hat er wahrscheinlich in einer führenden Werkstatt erlernt. Im Kloster Maulbronn ließ Abt Johannes Burrus aus Bretten Ende des 15. Jahrhunderts durch Conrad von Schmie den zweigeschossigen Schrägbau, in dem das Parlatorium und das Oratorium untergebracht sind, errichten. Beide Räume sind mit spätgotischen Netzgewölben und Maßwerkfenstern ausgestattet. Besonders eindrucksvolle Bildhauerarbeiten sind die Schlußsteine im Obergeschoß (Oratorium).
Auch unter Abt Johannes Entenfuß von Unteröwisheim war Conrad von Schmie zwischen 1512 und 1518 als Baumeister im Kloster Maulbronn tätig. Der letzte Baumeister des Maulbronner Klosters ist Hans Romer von Schmie. Von ihm ließ Abt Heinrich Reuter von Nördlingen 1550 das Gesindehaus auf dem Klosterhof errichten. Dort stand auf einer heute nicht mehr vorhandenen Bauinschrift: „1550 Hans Remer von Schmir“.

Kontaktadresse:
Rathaus Schmie
Hauptstraße 1
75433 Maulbronn Schmie
Tel.: 07043/6425 (Ewald Link, 1. Vorsitzender des Bürgervereins Schmie)
oder Tel.: 07043/103-16 (Martin Ehlers , Stadtarchiv Maulbronn)
Öffnungszeiten:
Von April bis Oktober jeweils am 1. und 3. Sonntag des Monats
von 14-18Uhr
Führungen für Gruppen und Schulklassen sind nach Vereinbarung möglich.
Der Eintritt ist frei.
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