Schmie: Stadt Maulbronn

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Kultur- und Klosterstadt Maulbronn

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seit 1993 Unesco Weltkulturerbe

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Schmie

Ortsgeschichte Schmie

Der Ort Schmie - 1970 nach Maulbronn eingemeindet - liegt am nördlichen Rand des Schmietals. Die Anfänge des Dorfes Schmie liegen noch immer im Dunkeln. Vieles spricht dafür, dass Schmie frühestens in der Karolingerzeit entstanden ist. Auf eine Besiedlung in dieser Zeit weisen zwei Urkunden des Lorscher Codex aus dem Jahr 788 hin, in denen Schmie zwar nicht als Orts- aber als Gauname genannt wird. Vom 21. Mai 788 datiert eine Urkunde, in der "Theothilt in pago Smegowe" alles, was sie in Smegowe, d.i. im Schmiegau, besessen hat, an das Kloster Lorsch verschenkt; vom 18. Juli 788 datiert eine weitere Urkunde, in der ein Offo im Kraichgau seinen Besitz im Smichendale an das Kloster übergibt. 

Der auf einen keltischen Flußnamen zurückgehende "smichendale" oder Schmiegäu, der räumlich die Dörfer an der Schmie bis zur Mündung der Enz umfasste, war ein kleines Gebiet innerhalb der gewaltigen karolingischen Reichsorganisation. Eine der großen Handels- und Fernstraßen, die unter dem besonderen Schutz des Königs standen, führte durch Schmie.

Historisches Interesse verdient Schmie noch aus einem weiteren Grund: auf der Wasserscheide zwischen dem Flüßchen Schmie und der Maulbronner Salzach befand sich eine alte Grenze, die in den späteren Jahren Württemberg von der Pfalz trennte. So war Schmie die Grenzstation, an der ein "Geleitwechsel" der zum Schutz der Reisenden beauftragten Soldaten stattfand. Daran erinnert heute ein vom Bürgerverein Schmie gestifteter Denkstein mit Bronzetafel.

1988 erinnerte ein großes Festprogramm an die seit 1.200 Jahren dokumentierte Geschichte des Schmiegaus. Zu diesem Anlass wurde in der Nähe der Kirche ein Dorfbrunnen eingeweiht, dessen reich verzierter Brunnenstock Szenen aus der Geschichte des Dorfes darstellt. Trotz einiger Neuerungen bewahrte Schmie wie nur wenige Dörfer seinen einstigen Reiz. Schön renovierte Fachwerkbauten, die im 12. Jahrhundert erbaute Dorfkirche und das Alte Rathaus aus dem Jahr 1563, das heute die „Steinhauerstube - Das Dorfmuseum“ beherbergt, prägen das Ortsbild. Die Dorfgemeinde zählt heute ca. 700 Einwohner.