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Kultur- und Klosterstadt Maulbronn
mitten im Naturpark Stromberg-Heuchelberg
Das Kloster Maulbronn
seit 1993 Unesco Weltkulturerbe
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Zaisersweiher

Ortsgeschichte Zaisersweiher

Zaisersweiher liegt in einem Nebentälchen der Metter. Der Ort wurde in der Karolingerzeit von einem Grundherren gegründet, der wohl der Kraichgaufamilie der Zaisolfe angehörte und der die geografische Lage an einer alten, nahe vorüberführenden Römerstraße für günstig erachtete. Urkundlich findet Zaisersweiher erstmals am 6. Januar 1100 in der Stiftungsurkunde des Klosters Sinsheim Erwähnung: "Ceidolfeswilare" - so heißt hier der Weiler, der in späteren Jahren die rheinische Endung -weiher annahm. Fast 600 Jahre währte die Verbindung Zaisersweihers mit dem Kloster Sinsheim, das von seinem Gründer, Bischof Johann von Speyer, mit dem Ort Zaisersweiher, dessen Kirche und Pfarrei beschenkt wurde. 

Historische Kelter am Ortseingang
Historische Kelter am Ortseingang
Die Turn- und Festhalle Zaisersweiher
Die Turn- und Festhalle Zaisersweiher

Im Jahre 1152 tritt mit Konrad von Zaisersweiher ein Ortsadliger auf; die Grundherrschaft und weltlichen Rechte besaßen aber die Herren von Roßwag und Enzberg. Aus deren Händen erwarb das Maulbronner Kloster 1299 den ersten Besitz in Zaisersweiher, bis es schließlich das ganze Dorf - ausgenommen der Pfarrei - besaß. 1504 wurde das ganze Klostergebiet und damit auch Zaisersweiher im bayrisch-pfälzischen Erbfolgekrieg von Herzog Ulrich von Württemberg erobert und unter württembergische Hoheit gestellt. Nachdem in Württemberg die Reformation eingeführt worden war, kam 1551 der erste evangelische Geistliche in den Ort. Zaisersweiher erhielt seine erste Schule. 

Nach dem Dreißigjährigen Krieg waren auch in Zaisersweiher nur noch wenige Bewohner übriggeblieben. 1649 zählte der Ort nur noch 85 Einwohner. Durch österreichische und schweizerische Einwanderer ist die Einwohnerzahl im Jahr 1661 wieder auf 159 gestiegen. Gegen Ende des 17. Jahrhunderts erlitt der Ort in den Franzosenkriegen wieder schwere Schäden. Am Ende der Kriegsjahre fanden sich in Zaisersweiher leerstehende Häuser und unbebaute Felder. In die unbewohnten Gebäude zogen dann 1699 sechs Waldenserfamilien, die zur welschen Kolonie Dürrmenz gehörten. Die heutige Kirche in Zaisersweiher wurde 1769 auf dem Fundament eines alten romanischen Baus errichtet.

Das Pfarrhaus stammt aus dem Jahr 1743; der Friedhof an der Straße nach Maulbronn wurde um 1800 angelegt. Das 1860 erbaute ehemalige Rat- und Schulhaus wird heute als evangelisches Gemeindehaus genutzt.

Unter Kriegsfolgen litt die Bevölkerung Zaisersweiher auch im zwanzigsten Jahrhundert. Im letzten Kriegsjahr 1945 verloren 3 Bewohner bei Kämpfen ihr Leben, 15 Gebäude brannten nieder, andere wurden beschädigt. In der Nachkriegszeit wurden zahlreiche Flüchtlinge in Zaisersweiher ansässig. Von 1950 bis zum 31. Dezember 1974 entwickelte sich die Bevölkerungszahl stetig von 700 auf 1.300 Einwohner. Eine eigene Turn- und Festhalle, die 1961 eingeweihte und nach dem Ehrenbürger Willy Schenk benannte Schule und die Erschließung mehrerer Baugebiete belegen deutlich das Wachstum der Gemeinde. Mit der Durchsetzung der Gemeindereform, die vom Gesetzgeber gegen den Willen einer großen Mehrheit der Bevölkerung verfügt wurde, wurde Zaisersweiher ab dem 1. Januar 1975 zu einem Stadtteil Maulbronns. Seither wurden weitere Baugebiete erschlossen und die Infrastruktur kontinuierlich verbessert. Heute zählt Zaiserweiher ca. 1.600 Einwohner.

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