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Kultur- und Klosterstadt Maulbronn
mitten im Naturpark Stromberg-Heuchelberg
Das Kloster Maulbronn
seit 1993 Unesco Weltkulturerbe
Kultur- und Klosterstadt Maulbronn
seit 1993 Unesco Weltkulturerbe

Eppinger-Linien-Weg

Eppinger-Linien-Weg

Eppinger Linien
Die "Eppinger Linien" wurden 1695 als Verteidigungslinie gegen die Franzoseneinfälle von Eppingen bis Dillweißenstein bei Pforzheim vom Markgraf Ludwig Wilhelm von Baden, genannt Türkenlouis, errichtet. Das Wall/Graben-System der Eppinger Linie ist noch recht gut erhalten.

Der 41 km lange Eppinger Linien-Weg im Bereich des Naturparks Stromberg-Heuchelberg zwischen Eppingen und Mühlacker wurde vor 30 Jahren als kulturhistorischer Wanderweg entlang der Eppinger Linien angelegt. Acht Großplastiken des Gemminger Künstlers Hinrich Zürn, die im Laufe des Jahres 2014 entlang des Eppinger Linien-Wegs installiert wurden sowie eine Installation in Maulbronn, die den Namen „Natura – Frieden“ trägt und von den Fotokünstlern Janice Wimmer und Rémi Regazzoni aus Frankreich stammt, machen aus dem Wanderweg eine Galerie in der Natur und werten ihn zum überregionalen Wanderhighlight auf.

Die Installationen transportieren auf symbolhafte Weise thematische Inhalte zur spannenden deutsch-französischen Geschichte der Eppinger Linien, quasi als Fenster zur Regional- und Heimatgeschichte des Naturparks. Sie stellen zugleich aktuelle zeitgeschichtliche Bezüge her und geben Denkanstöße und Impulse für das Zusammenleben in einem vereinten Europa.

Die Maulbronner Installation, die sich in der Nähe des Studentenbrünnele im Hilsenbeuertal befindet, zeigt ein Waldpanorama aus dem französischen Jura. Dieses wurde von den Künstlern mehrfach bearbeitet, dupliziert und gespiegelt. Der Betrachter erhält so den Eindruck eines ursprünglichen Waldes. 

Weitere Information zu den Eppinger Linien

Flyer "Eppinger Linien"

Die Eppinger Linien

Skulptur „Natura – Frieden“, Maulbronn

Janice Wimmer, Rémi Regazzoni

Hintergrund
Das Maulbronner Kloster geht auf eine Ordensniederlassung der Zisterzienser aus dem Jahr 1147 zurück. Der Orden der Zisterzienser wurde Ende des 11. Jahrhunderts im burgundischen Cîteaux nahe Dijon durch Robert von Molesme gegründet. Die Klosteranlage entwickelte sich durch das fortschrittliche Wirken der Mönche schnell zu einem wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Zentrum der Region. Das Königreich Burgund zählte in jener Zeit zum römisch-deutschen Kaiserreich.
Unter Karl dem Großen umspannte das fränkische Königreich noch weite Teile des heutigen Deutschlands und Frankreichs, bevor seine Erben das Reich in einen West- und einen Ostteil trennten. Die gemeinsamen Wurzeln geraten immer wieder in Vergessenheit. Das Maulbronner Kloster war im 17. Jahrhundert Teil der Eppinger Linie. Insbesondere sollten die Mühle und die Großbäckerei vor französischem Zugriff geschützt werden, um nicht die Ernährung der feindlichen Truppen zu unterstützen. Die äußeren Wehrmauern rund um den Schafhof waren in die Schanzanlagen einbezogen.

Die Skulptur
Im Wald bei Maulbronn zeigen vier große Fotowände – gestaltet durch die französischen Fotokünstler Janice Wimmer und Rémy Regazzoni - das Panorama eines französischen Waldbildes. Es entsteht ein Raum der Reflektion und der Besinnung, auch der Verunsicherung durch Spiegelungen und Wiederholungen, welche zum genauen Betrachten auffordern. Man steht im Wald, fühlt sich aber dennoch der Natur entrückt und wird in eine künstliche Welt geführt. Französische Natur, französische Kultur treten in Kommunikation mit der deutschen Natur und Kultur.
Gerade am Standort Maulbronn wird die über Jahrhunderte verwobene gemeinsame Geschichte Deutschlands und Frankreichs ersichtlich. Nach dem „Import“ von Kultur und Landschaftsgestaltung aus Cîteaux durch die Zisterziensermönche in Maulbronn findet erneut ein kultureller Austausch durch die Schaffung dieses Werkes durch französische Künstler in Kooperation mit einem deutschen Künstler statt. Das importierte Waldbild aus Frankreich ist für sich genommen bereits ein Zeichen des Friedens, der guten Verständigung und Nachbarschaft zwischen Deutschland und Frankreich. Wir müssen uns unserer gemeinsamen Wurzeln stets bewusst sein – und die kulturellen Unterschiede als Bereicherung empfinden.

Tourenbeschreibung:
Eppingen - Ottilienberg - Sternenfels - Maulbronn - Mühlacker ( - Dillweißenstein)
41 km

Hinweis für Wanderer:
Wegen der teilweise etwas feuchten Waldwege wird gutes Schuhwerk empfohlen. Die Wanderung eignet sich als 2 Tages-Tour, kann jedoch selbstverständlich auch in kleineren Abschnitten in beide Richtungen begangen werden. 18 Informationstafeln geben Aufschluss über die Geschichte und den Bau der "Eppinger Linien".