Sie verwendeten einen veralteten Browser. Bitte führen Sie für ein besseres Surf-Erlebnis ein Upgrade aus.
JavaScript scheint momentan in Ihren Browsereinstellungen deaktiviert zu sein.
Bitte nehmen Sie eine Änderung dieser Einstellung vor und laden Sie die Webseite neu, um deren volle Funktionalität zu ermöglichen.
Kultur- und Klosterstadt Maulbronn
mitten im Naturpark Stromberg-Heuchelberg
Das Kloster Maulbronn
seit 1993 Unesco Weltkulturerbe
Kultur- und Klosterstadt Maulbronn
seit 1993 Unesco Weltkulturerbe

Veranstaltungskalender

Votrag: Fluchtgedanken. Hermann Hesses Maulbronner „Geniereisle“, Referent: Dr. Manfred Gessat

Votrag: Fluchtgedanken. Hermann Hesses Maulbronner „Geniereisle“, Referent: Dr. Manfred Gessat
11.11.2018
15:00 Uhr
Stadt Maulbronn, Literaturmuseum, Staatliche Schlösser und Gärten, Buchhandlung Krüger
Adresse der Veranstaltung:
Medienraum der Infozentrale des Klosters
Beschreibung der Veranstaltung:

Fluchtgedanken
Hermann Hesses Maulbronner „Geniereise“
Dr. Manfred Gessat Hermann

Hesses halbjähriger Aufenthalt 1891/92 am evangelisch-theologischen Seminar Maulbronn nahm ein abruptes Ende. Sein nächtliches Verschwinden in Winterskälte hielt einen Tag lang Schule und Familie in Atem. Als Konsequenz nötigte man ihn kurzerhand zum Verlassen des Seminars.

Hesses abrupter Abschied von Maulbronn gilt als ein zentrales Ereignis auf seinem Lebensweg. Der Großvater und Patriarch der Familie nannte es „Geniereisle“, Hesse selber sprach lieber von seiner „Maulbronner Flucht“.

Was verbirgt sich hinter diesen Worten und worum ging es im Kern? Der Vortrag sucht die Antworten in Hesses pietistischer Herkunft und der Krise der damaligen Jahrhundertwende. Daneben wirft er einen Blick auf Hesses literarische Bearbeitung der Episode in seiner Romanerzählung „Unterm Rad“.

Die Auswahl des biographischen Materials betont vor allem die herausragende Bedeutung Marie Hesses, der Mutter des Dichters. In Indien geboren und innerlich zeitlebens dort zu Hause, wurde sie die dennoch Württembergs erste Lehrerin im Staatsdienst. Die Spannungen ihres Lebens wiederholen sich im Leben des Sohns. Mutter und Sohn entzweien sich trotz aller sie verbindender Liebe zur Sprache und zur Legende.